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Tag 3

Beim Paddeln merkt man die Tide hier nicht besonders. Nur manchmal merke ich zufällig wie schnell wir an einzelnen Stellen vorbei rauschen. Am Land erkennt man den Tidenhub hingegen offensichtlich an der Wasserkante am Fels. Wir erlebten gestern Abend, wie sich nach und nach ein Strand vor unserem Zeltplatz entwickelte. 
In der Nacht hat es kurzzeitig stark gewindet und geregnet. Am Morgen war nur noch wenig Wind und wir starteten um 10 Uhr den Paddeltag. Als wir aus den kleinen Inseln heraus gepaddelt sind und auf den Fensfjorden kamen, war ich zwar noch etwas müde, aber stark überwältigt von dem Anblick den wir hatten. In Byrknes war es für Bastis Wassersack schon Zeit für eine Auffrischung. Danach paddelten wir Kreuz und Quer durch die Inselwelt, mit dem Gebirgspanorama im Hintergrund. Für diesen Abschnitt der Tour hatte ich mir vorgenommen etwas tiefer ins Land zu paddeln, um dort dicht an den Bergen vorbeizukommen. Die letzten zwei Stunden waren wir heute auch schon zwischen einigen hohen Gipfeln unterwegs. Da war selbst Basti beeindruckt. Wir beide waren durch die ungewohnte Landschaft auch ein bisschen in unserem Distanz empfinden gestört. Es war gar nicht vorstellbar, dass wir in 1 Stunde um einen der Berge paddeln könnten. Die Zeltplatzsuche war hingegen langwierig. Während Basti immer wieder in kleinere Buchten paddelte, um einen Platz zu finden, angelte ich weiter draußen im Fjord. Der Fisch biss schließlich schneller, als wir einen Platz finden konnten. Jetzt habe ich mich ins Zelt verkrochen, weil draußen Mückenterror herrscht. Bei meinem Zeltplatz auf der Schäre, habe ich trotzdem einen tollen Blick aufs Wasser.

61° 2′ 9.74″N 5° 1′ 53.31″E